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Im Sommer findet in Mellrichstadt der Extremlauf „Getting Tough – Beat the Summer“ statt. Der Lauf soll auch der Veranstaltung in Rudolstadt etwas bringen.

"Getting Tough": Marcus Ertelt (links) und Michael KalinowskiDie Organisatoren des "Getting Tough": Marcus Ertelt (links) und Michael Kalinowski.Foto: Peter Scholz

Rudolstadt. Der Extremlauf "Getting Tough – The Race" bekommt in diesem Jahr erstmals einen kleinen Bruder: Am 10. Juni steigt "Getting Tough – Beat The Summer" im bayerischen Mellrichstadt. Über die Auswirkungen auf den Dezember-Lauf in Rudolstadt und die damit verbundene Zukunft des "härtesten Laufes in Kontinental-Europa" unterhielten wir uns mit dem Rudolstädter Michael Kalinowski, der gemeinsam mit Markus Ertelt seit einem halben Jahrzehnt den Lauf an der Saale organisiert.

Herr Kalinowski, gewöhnlich herrscht im Frühjahr viel Ruhe um den Extremlauf von Getting Tough. In diesem Jahr ist das offenbar nicht so.
Auf den ersten Blick könnte man das annehmen, aber die Planungen für ein Rennen in der Größenordnung von "The Race" beginnen direkt nach der letzten Veranstaltung. Dieses Jahr kommt mit "Beat the Summer" ein zweites Event dazu. Entspannung sieht anders aus, aber wir freuen uns schon sehr auf unser erstes Sommerevent.

Wie ist dort die Resonanz?
Ausgesprochen positiv. Ein Wettkampf a la Getting Tough hat einfach noch gefehlt in der warmen Jahreszeit. Wir freuen uns, dass sich bereits knapp 600 Teilnehmer angemeldet haben.

In Rudolstadt werden Befürchtungen laut, dass sich die Veranstaltung aus der Saalestadt verabschiedet.
The Race gehört nach Rudolstadt! Die Unterstützung der Stadt, der Sponsoren, der vielen vielen Helferinnen und Helfer sind einmalig. Es kamen über die Jahre immer mal wieder Anfragen anderer Städte und von Veranstaltungs-Örtlichkeiten, aber wir sind fest davon überzeugt, dass Rudolstadt nach wie vor die richtige Stadt für dieses einmalige Event darstellt. Mit "Beat the Summer" fahren wir ein etwas anderes Konzept. Letztlich wird der Lauf in Rudolstadt auch davon profitieren und ein sicher noch aufgewertet.

Wie kommen Sie darauf?
Wir wollen nicht einfach nur ein "The Race" im Sommer stattfinden lassen. "Beat the Summer" wird seinen ganz eigenen Charakter erhalten. Es wird in Wellen gestartet und natürlich werden wir hier neue und andere Hindernisse mit einbauen. Viele dieser Ideen werden wir dann auch mit nach Rudolstadt bringen. Es wird also eher Synergieeffekte als Konkurrenz zwischen Mellrichstadt und Rudolstadt geben.

Was ist der Unterschied zwischen Mellrichstadt und Rudolstadt?
"The Race" ist das härteste und beste Hindernisrennen Europas. Mit "Beat the Summer" wollen wir natürlich ebenfalls direkt zu den Besten gehören, aber auch zum Beispiel Hindernislauf-Einsteigern eine Möglichkeit bieten, sich einem acht Kilometer langen Getting-Tough-Lauf zu stellen. Die Profis müssen sich auch keine Sorge machen, auf der 18-km-Strecke werden wir ihnen ebenfalls alles abverlangen. Insgesamt wird der Lauf in Mellrichstadt etwas technischer und kraftraubender als "The Race".

Wie wirkt sich die andere Jahreszeit aus?
Die Jahreszeiten könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Saale, das Freibad und all die Wasserhindernisse, die in ganz Europa Angst und Schrecken verbreiten, wären im Sommer wohl eher eine willkommene Erfrischung. Daher verzichten wir in Mellrichstadt auch zum größten Teil auf Wasser-Hindernisse und legen den Fokus mehr auf viele kraftraubende Elemente. Der einzigartige und wohl spektakulärste Start aller Hindernisläufe geht in dieser Form zudem nur in Rudolstadt. In Bayern lassen wir in Blöcken über den Tag verteilt starten. Wir können so etwas eher mit den Hindernissen auf der Strecke beginnen und auch Hindernisse umsetzen, die für "The Race" und umgekehrt nicht umsetzbar wären.

Bleibt der Getting-Tough-Lauf in Mellrichstadt der einzige außerhalb von Rudolstadt?
Momentan konzentrieren wir uns voll und ganz auf "The Race" und "Beat the Summer". Wir müssen uns natürlich auch stetig weiter entwickeln und mit Veranstaltern messen, die zum Teil auf der ganzen Welt aktiv sind. Der große Unterschied zu fast allen Veranstaltern ist: Wir sind seit Jahren nicht nur aktive Hindernisläufer, wir gehören auch zu den besten Hindernisläufern der Welt. Mit "The Race" haben wir einen Meilenstein gelegt. Wo die Reise hingehen wird, das können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ideen und Anfragen gibt es viele, auch aus dem Ausland.

Alle Rechte vorbehalten
Autor: Peter Scholz / 09.03.17
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